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Wutachschlucht – ein einzigartiges Naturschutzgebiet

Die Wutachschlucht ist der „Grand Canyon“ des Schwarzwalds und ein Paradiesgarten für Naturliebhaber.

Geschützt durch schroffe Felswände hat sich hier eine ursprüngliche, wildromantische Flusslandschaft erhalten, die eine einmalige Vielfalt seltener Tier- und Pflanzenarten beheimatet. Erkundet werden kann das einzigartige Naturschutzgebiet ausschließlich zu Fuß.

Die Wutachschlucht ist etwa dreißig Kilometer lang und in vielen Abschnitten bis zu 170 Meter tief. Sie beginnt unterhalb von Neustadt, wo die Wutach noch Gutach heißt, und führt in west-östlicher Richtung bis hinunter in die schwäbische Alb, wo der Fluss bei Waldshut in den Hochrhein mündet. In der tiefen, von Seitentälern zerklüfteten Schlucht wird die „gute Ach“ (Gutach), die noch gemächlich dahinfließt, zu einem wütenden Wildgewässer (Wutach), das besonders im Frühjahr Geröll und immer wieder auch kleinere Brücken hinunter ins Tal spült und durch Erdrutsche das Landschaft stetig weiter verändert.

Die Schlucht ist mit 20.000 - 70.000 Jahren geologischen sehr jung und hat sich in rasendem Tempo gebildet, vielleicht ist sie gar die jüngste Schlucht der Welt. Dem Hobbygeologen bietet sie eine fabelhafte Fundstelle. Die durch die Erosion freigelegten Gesteinsschichten geben Einblick in Jahrtausendealte Erdgeschichte. Besonders interessant sind die Verkarstungen und Dolinenbildungen sowie die zahlreich auftretenden Versteinerungen wie Amoniten und Belemiten.

Aber nicht nur die unbelebte Natur ist geneigt, den fröhlichen Wanderer in Staunen zu versetzen.  Die Wutachschlucht ist ein einzigartiges, natürlich entstandenes Naturschutzgebiet, ein wahrhaft paradiesischer Rückzugsort für seltene Tiere und Pflanzen. Der Südhang des engen Tals hat fast mediterranes Klima, während der Nordhang kaum Sonne erhält und deswegen eine Flora und Fauna aufweist, wie sie sonst für eine Alpenlandschaft typisch ist. Von den 2.500 in Mitteleuropa vorkommenden Pflanzenarten findet man hier über 1.200 auf engstem Raum versammelt, darunter einige echte botanische Kronjuwelen wie Hirschzunge, Felsennelken oder Mondviolen. So überrascht es nicht, dass in der Wutachschlucht noch über 500 Schmetterlingsarten zu treffen sind, darunter der überaus seltene Apollofalter. Dem Vogelfreund begegnen Hunderte Vogelarten, auch unter ihnen selten zu treffende und bedrohte Arten wie der Wespenbussard oder der wunderschön schillernde Eisvogel. 

 Wer bei seinem Urlaub im Schwarzwald die ganze Schlucht einmal der Länge nach erkunden will, unterteilt sich die Strecke am besten in zwei Tagestouren. Entlang der Strecke und der näheren Umgebung gibt es zahlreiche schön gelegene Unterkünfte, die bestens mit den beliebten Wanderstrecken verbunden sind. Aber auch für einen Tagesausflug oder einen Spaziergang lohnt der Besuch. Empfehlenswerte Einstiege sind die Gutachbrücke bei Kappel sowie der Einstieg bei Dietfurth am Wanderparkplatz Löffingen-Bachheim.

 

Individuelle Unterkünfte findet ihr auf:
http://www.urlaubsregionen.de/region-schwarzwald-unterkuenfte/

Bildquelle: CC BY 2.0 - cfaobam / flickr.com



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