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Verreisen als Diabetes Patient – Worauf man achten muss

Reisen sind eine großartige Auszeit aus dem stressigen Alltag. Deutschland bietet zahlreiche bekannte und unbekannte Reiseorte. Von der sächsischen Schweiz, über die Burg Drachenfels bis hin zur schönen Kleinstadt Paderborn mit zahlreichen Fachwerkhäusern und alten Gemäuern. Doch nicht jeder kann den Urlaub so entspannt genießen. Diabetes Typ-1 Patienten müssen einiges beachten und können zu jedem Zeitpunkt außer Gefecht gesetzt werden. Bevor es an die speziellen Urlaubsmaßnahmen geht, schauen wir uns erst einmal an, wie sich der Diabetes Typ-1 Patient überhaupt definiert.

Diabetes Typ-1 ist eine seltene Form der Zuckererkrankung. Meistens tritt dieser bereits im Kindesalter ein. Körpereigene Antikörper zerstören nach und nach die Betazellen in der Bauchspeicheldrüse, welche das Insulin produzieren. Bei einem zerstörten Anteil von ca. 80 % erhöht sich der Blutzucker raschartig. Hierdurch entsteht ein Insulinmangel, welcher im Normalfall dafür sorgen würde, dass sich im Blut befindendes Glukose in die entsprechenden Körperzellen gelangt, um den Körper mit Energie zu versorgen. Da dies nicht mehr möglich ist, staut sich der Zucker im Blut.

Die Ursachen von Diabetes Typ-1 können vielfältig sein. Verbindungen zwischen Diabetes Typ-1 und der genetischen Veranlagung konnten bereits von Forschern nachgewiesen werden. Das Chromosom 6, auch als humanes Leukozyten-Antigen-System bezeichnet, hat einen großen Einfluss auf die Steuerung des Immunsystems. Diese Gruppe von Genen scheint einen besonders hohen Einfluss auf Diabetes Typ-1 zu haben.

Über die äußeren Einflussfaktoren wird auch heute noch kräftig von Forschern diskutiert. Darunter fallen eine zu kurze Stillzeit, die Verwendung von stark glutenhaltiger Nahrung oder die Verabreichung von Kuhmilch im Kindesalter.

Die richtige Vorbereitung für den Urlaub

Ganz gleich, ob Sie an Diabetes Typ-2 oder 1 leiden, ist in jedem Fall ein Blutzuckermessgerät für die Reise zu empfehlen. Dieses ermöglicht schon einmal eine permanente Kontrolle über den eigenen Blutzuckerspiegel. Aufgrund diverse Aktivitäten und einem geänderten Essverhalten kann dieser nämlich starke Schwankungen mit sich bringen. In welchen Mengen und in welcher Form Insulin beim Diabetes Typ-1 verabreicht werden soll, sollten Sie unbedingt mit Ihrem Arzt abklären, da sich die Wirkung des Insulins je nach körperlicher Betätigung stark ändern kann.

Traubenzucker für den schnellen Insulinboost sowie Teststreifen sollten in ausreichender Menge eingepackt werden und lieber alles Notwendige in mehrfacher Ausführung mitgenommen werden. Teilweise sind die Utensilien kaum bis gar nicht am Urlaubsort zu bekommen und das eigene Leben sollte nicht an solch einer Kleinigkeit enden.



Gerade in der jetzigen Situation, in der aufgrund der Corona-Krise nicht jeder rechtzeitig nach Hause kam, wären ein paar mehr notwendige Medikamente essenziell gewesen.

Achten Sie beim Koffer packen unbedingt darauf, dass die Medikamente richtig gelagert werden. Insulin benötigt eine Temperatur zwischen +2 und +8 Grad Celsius. Amazon oder weitere Händler bieten hierfür spezielle Kühltaschen an. Ist der Urlaubsort lediglich mit dem Flugzeug zu erreichen, denken Sie daran, sämtliche Medikamente in das Handgepäck zu verlagern. Die ärztliche Bescheinigung über die Notwendigkeit der Medikamente sollten Sie zudem immer bei sich führen.

Über die medizinische Versorgung des Urlaubsziels informieren

In Deutschland ist es in der Regel kein Problem an die notwendige medizinische Versorgung zu gelangen. Doch sollte es einen dennoch in ein anderes Land verschlagen, ist es ratsam sich vorab zu informieren.

Viele Blogs zeigen Berichte über verschiedene Reiseziele in und außerhalb Deutschlands und den Umgang mit Blutzucker. Sollten Sie dort nicht fündig werden, können Sie sich an die Botschaft des jeweiligen Landes wenden, um sich über die regionale Selbsthilfeorganisation zu erkundigen. Die Botschaft kann Ihnen auch darüber Auskunft geben, ob benötigte Medikamente im Notfall vor Ort erworben werden können.