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Urlaub in Dortmund – zwischen Fußball und Kultur

Von Zeit zu Zeit stellen wir hier auch Urlaubsorte oder Regionen vor, die auf den ersten Blick nicht gerade nach Erholung und Freizeit klingen. Es gibt Klassiker des Inlandstourismus wie die Eifel, den Schwarzwald oder die Küstenabschnitte an Nord- und Ostsee, allerdings gehört das Ruhrgebiet eigentlich eher weniger zu dieser Aufzählung. Warum eigentlich? Inmitten grüner Parkanlagen und interessanter Industriekultur haben auch Städte des ehemaligen Kohlenpotts einiges zu bieten. Zwischen den zwei klassischen Urlaubsregionen Sauerland und Münsterland liegend ist Dortmund immer einen Abstecher wert. Wir werfen einen Blick auf Dortmund und schauen, was die Fußballstadt im Pott so erlebenswert macht. Hier sind ein paar gute Gründe, Dortmund zu bereisen.

Von der Kohlestadt zur grünen Oase

Das Ruhrgebiet war jahrzehntelang der industrielle Motor Deutschlands. Die gesamte Region lebte von der Kohle- bzw. Stahlindustrie. In den 1950er und 60er Jahren war das Stadtbild im Ruhrpott von grauen Fassaden und schwefelhaltiger Luft geprägt. Die eilig nach dem zweiten Weltkrieg hochgezogenen Betonbauten und Zechenhäuser waren zwar nicht schön, doch sie erfüllten ihren Zweck. Mittlerweile machen sie den Charme in industriell geprägten Pottstädten wie Dortmund, Gelsenkirchen oder Bochum aus.

Doch Dortmund hat den strukturellen Wandel geschafft und sich in anderen Bereichen weiterentwickelt. So zählt der ehemals ziemlich graue Landstrich zu den grünsten Großstädten Deutschlands. Mit einem Grünflächenanteil von über 70 Prozent liegt Dortmund damit knapp hinter Hamburg. Und tatsächlich – neben den umliegenden landwirtschaftlichen Flächen und der Vegetation rund um Ruhr und Kanal, besticht Dortmund auch mit einer Vielzahl an schönen Parks und Naherholungsflächen. Allein in der Innenstadt finden sich mit Westpark, Tremoniapark und Fredenbaumpark große Parkanlagen, die nicht nur im Sommer von zahlreichen Dortmundern besucht werden. Am bekanntesten ist wohl der Westfalenpark mit dem prägnanten Fernsehturm „Florian“. Die Parkanlage wurde zur Bundesgartenschau 1959 eröffnet und gehört bis heute zu den meistbesuchten Parks.

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Touristenattraktion Fußball

Dortmund ist eine absolute Fußballhochburg in Deutschland. Der BVB ist dort so etwas wie eine Ersatzreligion. Der Signal-Iduna-Park, Deutschlands größtes Fußballstadion, wird liebevoll auch als „Tempel“ bezeichnet und ist immer eine Reise wert. Während der Saison pilgern regelmäßig über 80.000 Menschen zu einem Heimspiel der Schwarzgelben, und wenn der BVB wieder einmal Meister werden sollte, werden mehr als eine halbe Millionen Menschen am Borsigplatz erwartet, um die Schale zu feiern. Betrachtet man die Quoten der Buchmacher, könnte es nach der kommenden Saison endlich mal wieder soweit sein: In Online Wetten wird der BVB derzeit mit einer Quote von 5,00 (Stand 17.6.) auf den Gewinn der Meisterschale gelistet. Doch nicht nur die Borussia ist in Dortmund zuhause, auch der DFB hat mit dem 2015 eröffneten Fußballmuseum eine Anlaufstelle für alle Fußballbegeisterten geschaffen. Hier findet man interessante Infos zu den Erfolgen der Nationalmannschaft und kann die neue Hall of Fame des DFBs bestaunen.

Charmante Bier- und Budenkultur

Ein weiterer Grund, warum Dortmund seinen ganz eigenen Charme entfaltet, ist die hiesige Bier- und Budenkultur. Dortmund war schon immer als „Bierstadt“ bekannt. Auch heute noch haben mehrere Brauereien ihren Hauptsitz in Dortmund. Ob DAB, Union, Brinkhoffs oder Hansa, viele der beliebtesten Biere Deutschlands kommen aus der Ruhrpott-Metropole. Mit dem flüssigen Gold einher geht auch die charmante Budenkultur Dortmunds. Was in Berlin der Späti ist, ist hier das Büdchen. Kleine Kiosks und Tante-Emma-Läden sind Einkaufsmöglichkeiten zu jeder Uhrzeit und Treffpunkt zugleich. Mittlerweile über die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist beispielsweise der Bergmann-Kiosk in der Innenstadt. An warmen Sommerabenden sind an dem Büdchen mit dem Selbstgebrautem gut und gerne bis zu 100 Leute zu finden.

Industriekultur trifft auf modernes Denken

Dortmund ist natürlich noch viel mehr als Kohle, Bier und Fußball. Im Rahmen des strukturellen Wandels und im Bewusstsein der historischen Bedeutung eben jener Attribute hat sich die Stadt auch einem kulturellen Anspruch verschrieben. Herz des Dortmunder Kulturbetriebs ist wahrscheinlich der imposante U-Turm. Das Gebäude der ehemaligen Dortmunder Union-Brauerei beherbergt mittlerweile mehrere Museen und kulturelle Einrichtungen, in denen Künstler, Studenten und andere Kulturschaffende an der Verwirklichung verschiedenster Projekte partizipieren. Auf mehren Etagen findet der Kulturinteressierte hier Ausstellungen, Filmprojekte, diverse Exponate. Erwähnenswert ist ebenfalls die imposante Dachterrasse, die einen tollen Überblick über Dortmund und Umgebung bietet. Wer noch mehr Industriekultur erleben möchte, kann die Stadt auch über einem der unzähligen, neu angelegten Fahrradwege erkunden. Der Emscher-Fahrradweg beispielsweise führt die Radler entlang der Emscher an tollen Brücken, Kunstinstallationen und weiteren Sehenswürdigkeiten rund um Dortmund vorbei.
 

Bier aus Dortmund - sehr gute Qualität und weltweit geschätzt


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Ein Beitrag geteilt von Stadt Dortmund (@stadt_dortmund) am Mai 26, 2019 um 10:55 PDT