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Verreisen mit einem Wohnmobil: Fahrzeugtypen und Wissenswertes

Immer mehr Menschen planen ihren Urlaub in Form einer Individualreise. Warum? Weil es ihnen die Möglichkeit gibt, selbstständig zu entscheiden, wo und wie sie Urlaub machen möchten. Das Wohnmobil eignet sich dazu auf eine unnachahmlich ideale Weise. Denn es verbindet individuelle Mobilität mit der Unabhängigkeit von jedweden Unterkünften. Bevor man sich jedoch voller En-thusiasmus ins Abenteuer stürzt, sollte man einiges beachten. Wir verraten, was.

Typen von Wohnmobilen

Es gibt freilich nicht das eine Wohnmobil. Vielmehr existieren verschiedene Typen von Wohnmobilen. Die Wohnmobil Hersteller sind dabei im Laufe der Jahre äußerst kreativ gewesen, sodass im Grunde für jeden Geldbeutel und jedes individuelle Bedürfnis ein passender Fahrzeugtypus aus-findig gemacht werden kann.
 

Wohnkabine und Kastenwagen

Die Wohnkabine bzw. der Kastenwagen bilden im Grunde genommen eine Art Subgenres von Wohnmobilen. Dabei stellt die Wohnkabine einen einfachen Aufsatz dar, den man für gewöhnlich auf der Ladefläche eines Pickups befestigt. Sie lässt sich jederzeit abmontieren. Der Wohnraum ist zwar recht klein, gleichwohl reicht er zum Übernachten völlig aus und bietet immerhin deutlich mehr Komfort als das alternative Nächtigen im Zelt. Demgegenüber kann der Kastenwagen als eine Art kleiner Bruder eines »richtigen« Wohnmobils bezeichnet werden. Den Prototypen stellt hier der VW-Bus dar. Diese hat man in den 1950er Jahren campingaffin auszubauen begonnen; die Standardinneneinrichtung wurde durch eine campingtaugliche ersetzt. Kastenwagen sind oftmals an ihrem typischen Hub bzw. Aufstelldach zu erkennen.
 

Der Alkoven

Der Begriff »Alkoven« bezeichnet eine Bettnische oberhalb des Fahrerhauses eines Wohnmobils, das auf der Grundlage eines gewöhnlichen Kleintransporters basiert. Die Fahrerkabine ist vom In-nenraum abgetrennt. Der Alkoven ist aufgrund seines vergleichsweise niedrigen Anschaffungsprei-ses und optimaler Raumausnutzung sehr beliebt und kann rein optisch als das typische Wohnmobil bezeichnet werden, weshalb man ihn häufig auch auf Piktogrammen findet.
 

Teilintegriertes Wohnmobil

Im Gegensatz zum Alkoven wird bei diesem Typus das Fahrerhaus des Basisfahrzeugs zu Wohn-zwecken mitverwendet, ist also nicht gänzlich abgetrennt. Das Fahrerhaus hat in der Regel Stehhö-he, da das Dach erhöht ist. Aufgrund der im Vergleich zum Alkoven fehlenden Bettnische wird ein geringerer Luftwiderstand erzielt, was sich in den Kraftstoffkosten bemerkbar macht. Auch das teilintegrierte Wohnmobil ist vergleichsweise günstig in der Anschaffung.
 

Vollintegriertes Wohnmobil

Wenn es teilintegrierte Wohnmobile gibt, muss es auch vollintegrierte Wohnmobile geben. Hier gibt es keine Trennung zwischen Basisfahrzeug und Wohnraum; das Fahrzeug ist wie aus einem Stück gegossen und hat die Ästhetik eines Kleinbusses. Der große Vorteil dieses Wohnmobiltypus ist der hohe Wohnwert. Dafür sind sie letztlich aber auch etwas teurer im Anschaffungspreis und aufwendiger in der Reparatur.

 

Wohnmobil - Traumreisen

 

Wohnbusse

Die Königsklasse unter den Wohnmobilen bilden die sogenannten Wohnbusse. Hierzu lassen sich entweder reguläre Busfahrzeuge rechnen, die zu Wohnmobilen umgebaut wurden oder aber auf LKW-Fahrgestellen errichtete Wohnmobile - man bewegt sich in etwa denselben Größenordnungen. Wohnbusse bieten einen maximal hohen Wohnwert beim Verreisen. Sie zählen deshalb in der Regel eher zum Luxussegment von Wohnmobilen. Beliebt sind sie vor allem in den USA, während sie sich auf den teilweise recht engen europäischen Straßen zuweilen als etwas unpraktisch erweisen.

Beachtenswertes beim Verreisen mit dem Wohnmobil

Wer mit einem Wohnmobil verreisen möchte, sollte im Vorfeld selbstverständlich einige wichtige Punkte berücksichtigen. Dazu gehört zuallererst die Frage nach der gültigen bzw. erforderlichen Fahrerlaubnis. Wohnmobile mit einem zulässigen Gesamtgewicht von bis zu 3,5 Tonnen dürfen mit dem normalen EU-Führerschein, der seit 1999 ausgestellt wird, gefahren werden. Besitzer des alten Führerscheins Klasse 3 dürfen dagegen noch Fahrzeuge mit einer Gesamtmasse von bis zu 7,5 Tonnen steuern. Insofern ist es heute oftmals notwendig, einen LKW-Führerschein zu erwerben, sofern man etwaige vollintegrierte Wohnmobile oder gar Wohnbusse fahren möchte.

Der zweite wichtige Punkt ist die Standortnutzung. Grundsätzlich muss man immer im Auge haben, dass man mit einem Wohnmobil auf geeignete Stellplätze angewiesen ist, um etwa Frischwasser aufzutanken, Strom aufzuladen oder die Fäkaltanks zu leeren. Und auch, was die Übernachtung im Wohnmobil angeht, sollte man am besten auf entsprechende Stellplätze zurückgreifen. Zwar wird in Deutschland eine einmalige Übernachtung auf einem gewöhnlichen Parkplatz für gewöhnlich toleriert, gesetzlich erlaubt ist sie aber nicht und kann unter Umständen als unerlaubte Sondernutzung des öffentlichen Verkehrsraumes gewertet werden.

Planen Sie Ihre Reise mit dem Wohnmobil bei aller damit verbundenen Flexibilität deshalb stets sorgfältig. Denn wirklich frei und entspannt reisen lässt sich einfacher, wenn gewisse Dinge bereits im Vorfeld geklärt wurden.